Über mich

Ich bin Harriet.


Viele von euch in den Elbvororten kennen mich vielleicht als Betreiberin des Haspitals – meiner kleinen privaten Initiative zur Rettung von Kaninchen in Not.

Die Kaninchen sind dabei für mich mehr als nur Schützlinge. Sie sind in meinem Permakulturgarten ein integraler Bestandteil eines lebendigen Systems, in dem Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen eng miteinander verbunden sind. Tagtäglich sind die Tiere und ich eingebunden in die großen und kleinen Kreisläufe, die sich im Garten zeigen. Und je mehr dieser Kreisläufe ich erkenne und schließe, desto lebendiger und widerstandsfähiger wird mein Garten…


Und Widerstandskraft ist genau das, was unsere Systeme brauchen. Besonders deutlich erkennen kann ich dies auf der Finca meines Vaters im Norden von Mallorca. Seit mehr als vierzig Jahren ist die Finca mein zweites Zuhause und im Laufe dieser langen Zeit konnte ich die Veränderungen in der Landschaft beobachten, die der Klimawandel mit sich bringt: Lange Trockenperioden und Hitze, gestresste Böden, zunehmender Wassermangel und versiegende Brunnen. Gefolgt von Starkregenfällen, die das Land überfordern. Die Folge sind Gärten und Landschaften, die immer mehr Aufmerksamkeit und Arbeit bedürfen, um weiterhin erhalten zu bleiben. Und wo dies nicht möglich ist, drohen Verfall und Trostlosigkeit.


Die Frage, wie wir Lebensräume gestalten können, die unter diesen Bedingungen langfristig funktionieren, wurde für mich somit sehr konkret. Denn die Alternative wäre, die Finca aufzugeben. Aber das kommt für mich nicht in Frage.

Auf der Suche nach Antworten führte mich der Weg  zur Permakultur und der Erkenntnis, dass die Lösungen alle bereits vorhanden sind. Und sie sind die gleichen für Mallorca wie auch für die Elbvororte und die ganze Welt.

Die Permakultur mit ihren ethischen Prinzipien und ihrer ganzheitlichen Betrachtungsweise hat mir nicht nur eine positive Handhabung dieser ökologischen Herausforderungen ermöglicht, sondern mir auch verdeutlicht, dass wir im Einklang mit dieser Grundhaltung als Gemeinschaft die Herausforderungen unserer Zeit meistern können.

Der Permakultur-Mitbegründer Bill Mollison hat es so formuliert:


„Ein Volk mit einer gemeinsamen Ethik ist eine Nation, wo immer es lebt.“


Dieser Gedanke hat mich tief berührt. Denn Permakultur kennt keine Grenzen – weder geografisch noch gesellschaftlich. Ganz wie unsere Ökosysteme. Entscheidend ist nicht, woher wir kommen, sondern wie wir mit unserer Umwelt, miteinander und den natürlichen Ressourcen umgehen, die uns tragen.


So entstand Permaculture Nation:
Als Ort für Menschen, die lernen möchten, lebendige und widerstandsfähige Systeme zu gestalten – im Garten, auf dem Balkon und vielleicht auch darüber hinaus.


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